in memoriam Ludwig Hirsch.
IN MEMORIAM LUDWIG HIRSCH
in memoriam Ludwig Hirsch.,
In Memoriam LUDWIG HIRSCH!
IN MEMORIAM LUDWIG HIRSCH
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in memoriam ludwig hirsch.
chris gelbmann museblog
Samstag, November 26, 2011
Dienstag, Mai 03, 2011
27042011
Die Falten in Deinem Gesicht und auch an Deinen Handrücken sind tiefer geworden.Das Glänzen in Deinen Augen hat sich schon manchmal verloren.
Die Selbstverständlichkeiten von übervorgestern haben sich in Zweifel verwandelt,
Und die Suche nach Weisheit erscheint Dir schier unendlich lange.
Du hörst nach wie vor auf Dein Herz,
Aber immer öfter, ob es überhaupt noch schlägt
Oder warum gerade heute so laut.
Du siehst Dich selbst immer mehr als Versuch
Und als Bestätigung des Scheiterns,
Als trockene Brotschnitte im Ofen
Überbacken mit dem Käse aus Holland, dem billigen, vom Hofer.
Endlich verstehst Du die Zusammenhänge in der Politik
Und es gibt ein paar Kochrezepte, die Du wirklich gut beherrschst.
Du liebst noch immer den Geruch des Regens auf der frühlingsfrischen Erde
Und möchtest eine Welt umarmen, die Du nie ganz kennen wirst.
Du hast den Hochmut gegen Armut getauscht,
Die Arroganz gegen Demut,
Du trägst Unterhosen mit Löchern in der Arschgegend
Und isst selbstgeschlachtetes Fleisch.
Deine Tiere machen einen glücklichen Eindruck (solange sie leben),
Du auch hin und wieder (solange Du lebst).
Heute wirst Du 39
Und gleich zum Stankauer Teich spazieren,
Dir dort eine Dose Bier aufreissen
Und im Kopf eine Melodie von Dvorák (ich finde den Hatschek auf meiner Tastatur nicht) hören.
Wenn Dich die Eitelkeit übermannt,
Wirst Du Dir eine von Gelbmann gönnen.
Solltest Du dabei rot werden,
Wird es keiner sehen.
Dein Hund wird mit anderem beschäftigt sein
Und das Zollhäusl am Teichufer ist schon lange nicht mehr besetzt.
Die Leidenschaft für das Kleine wird Dir nicht abhanden kommen,
Die Angst vorm Grossen auch nicht.
Diese dumme Furcht vorm Tod wird Dich weiterhin begleiten
In der Hoffnung, dass die Fähigkeit zu lieben bleibt.
Du wirst weiterhin mit einem lieben Gott plaudern,
Den Du nie zu Gesicht bekommen wirst
Und einer inneren Stimme folgen,
Die Du nicht orten kannst.
Deine Fingernägel werden oft mit schwarzem Dreck untergraben sein
Und nicht nur das Wetter wird Dir weiterhin einen Strich durch die Rechnung machen.
Du wirst weinen und lachen,
Stolpern und in Wut erstarren,
Verzweifelt nach Anerkennung heischen,
Dankbar in Ruhe vergehen.
Du wirst das Holz für den Winter spalten und sägen und brechen,
Hacken und Dir dabei etliche Flüche abringen und Holzspäne einziehen.
Hin und wieder wirst Du über den Yppenplatz schlendern
Oder am Meidlinger Markt ein Fleischlaberlsemmerl kaufen.
Du wirst mit Deiner Liebsten streiten und sie verfluchen,
Dich fragen, ob sie das überhaupt noch ist.
Deine Haare wirst Du weiterhin wie ein Krieger tragen,
Du wirst ganz klar ein Wirrkopf bleiben
Und auch manchmal nach Stall riechen.
Wieder und wieder wirst Du fallen und liegenbleiben,
Und dann mit Leichtigkeit aufstehen
Trotz den seltsamen Schmerzen irgendwo in Deinem alternden Körper.
Du wirst Dich viel mehr fragen, als Du beantworten kannst
Und viel mehr gscheit tun als Du bist.
Das Pferd wird Dich noch oft abwerfen
Und Du wirst doch wieder hoffnungsfroh aufsteigen.
Du wirst reiten lernen und das Singen behalten.
Du wirst das Geschriebene in Deinem Kopf zu Papier bringen
Und das Dichte singen.
Und nie, nie, nie mehr wirst Du noch einmal 39.
Donnerstag, November 25, 2010
Ich erinnere mich eher an ein einzelnes Eichenblatt im Frühschnee, als an all die gscheiten Dinge, die ich je gesagt habe.
Und der Duft einer simplen Virginia ist mir lieb. Oder der Hausbrand im Nebel.
Ich habe heute Heizöl gekauft.
Wir werden wieder eine Nacht im Studio verbringen, der Eine und das Ich.
Und der Duft einer simplen Virginia ist mir lieb. Oder der Hausbrand im Nebel.
Ich habe heute Heizöl gekauft.
Wir werden wieder eine Nacht im Studio verbringen, der Eine und das Ich.
Freitag, November 19, 2010
Es wird heimelig in diesem völlig unaufgeräumten, beinahe dreckigen Homestudio. Der kleine Ölofen heizt brav und still und die Musik geht nicht mehr aus meinem Kopf und meinem Herzen. Alles andere wird dann so klein, so unwichtig. Und aus dem ganzen Chaos wird ein Bild von Van Gogh oder Picasso.
Es hat mich so viele Monate, ach, Jahre, gekostet, um endlich eines zu kapieren: Ich kann nicht anders, ich muss Musik machen, ohne sie bin ich nicht einmal halb.
Es geht so gar nicht darum, etwas zu monetisieren, es geht darum, denen, die es wissen wollen, ein Gefühl dafür zu geben, wo man das Herz suchen soll, wenn man es verloren glaubt. Es geht darum, nicht zu vergessen, wie die Zeiten riechen. Das Singen und das Weinen, das Lachen und das Tanzen, das ist alles miteinander verwandt, das gehört zusammen.
Und wenn ich daran zugrunde gehe, dann mit einem Song in meinem Herzen und einem schönen Gedanken an meine Liebsten.
Es hat mich so viele Monate, ach, Jahre, gekostet, um endlich eines zu kapieren: Ich kann nicht anders, ich muss Musik machen, ohne sie bin ich nicht einmal halb.
Es geht so gar nicht darum, etwas zu monetisieren, es geht darum, denen, die es wissen wollen, ein Gefühl dafür zu geben, wo man das Herz suchen soll, wenn man es verloren glaubt. Es geht darum, nicht zu vergessen, wie die Zeiten riechen. Das Singen und das Weinen, das Lachen und das Tanzen, das ist alles miteinander verwandt, das gehört zusammen.
Und wenn ich daran zugrunde gehe, dann mit einem Song in meinem Herzen und einem schönen Gedanken an meine Liebsten.
Mittwoch, November 10, 2010
Seems I am back in the studio
Trying to tame the old monster
It's slipping again
Someone told me: talent compels
Let's see how much is left there
To grasp it
Trying to tame the old monster
It's slipping again
Someone told me: talent compels
Let's see how much is left there
To grasp it
Samstag, Oktober 30, 2010
Eine wunderbare Neuentdeckung: Ein Teich mitten im Wald in der Nähe der Burg Landstein, im "Böhmischen Kanada" ("Česká Kanada"). Meine Hündin Senna und ich gehen dort gerne im Wald spazieren und denken nach. Sie neigt zwar viel eher zu ungestümen Wesensäusserungen als zum Nachdenken, dafür erledige ich das dann umso intensiver. Beides.
Davor war ich wieder einmal in Wien. Das war auch sehr wunderbar. Eine schöne Stadt. Das merkt man vorallem, wenn man nur selten dort ist. Ich bin dann also wieder retour aus der Stadt und musste auch gleich wieder tief in den rauen Wald, wo man nur ganz selten Menschen trifft, eher noch Rehe oder Wildschweine. Ich kann von keinen großen Erkenntnissen berichten, die ich im Wald hatte. Lediglich die, dass das Glück im Kleinen liegt. Der katholisch geprägte Ex-Ministrant in mir bekreuzigt sich dann auch gerne, wenn er so was Schönes sieht, wie zum Beispiel diesen Teich. Ich zeige dann damit an, dass ich Ehrfurcht habe und dies auch eingestehen will. Und alles andere wird dann rasch ganz klein.
Ich kann nicht von mir behaupten, ein einfacher Mensch zu sein, aber das einfach Schöne erkenne ich sofort.

